Dies sind 6 Inline-Stimmmechaniken im klassischen Old-School-Look. Die Verarbeitung ist wirklich gelungen. Das Tolle an ihnen ist natürlich, dass es Locking-Mechaniken sind. Man schneidet die Saite also so ab, dass sie gerade eben aus dem Loch im Wirbel herausragt, arretiert sie mit der Locking-Rändelschraube und stimmt die Saite, ohne sie mehrfach um den Wirbel wickeln zu müssen. Allerdings ist die Reibung beim Stimmen anfangs nicht völlig gleichmäßig. Bei jeder vollen Umdrehung der Mechanik, also 18 vollen Umdrehungen der Stimmschraube, ist die Reibung beim Drehen unterschiedlich stark – von leichter zu schwerer – und zwar abhängig davon, wo sich der Wirbel in seiner 360-Grad-Drehung gerade befindet. Bei 4 der 6 Mechaniken wurde der Bereich mit höherer Reibung durch wiederholten Gebrauch etwas gängiger. Bei 2 der 6 wurde die Reibung stärker, und beide ließen sich immer schwerer drehen. Diese 2 Mechaniken, die mit der Zeit schwerer zu drehen wurden, entwickelten ein Spiel an der Stimmschraube. Das Spiel bei 2 dieser Mechaniken ist enttäuschend. Auch die zunehmende Reibung bei diesen 2 Mechaniken ist enttäuschend. Schwergängigkeit und Spiel scheinen bei günstigen Mechaniken üblich zu sein. Da es sich aber um Locking-Mechaniken handelt, lässt sich die erhöhte Reibung teilweise ausgleichen. Wenn man den Wirbel kurz vor die Mitte des Bereichs ohne erhöhte Reibung setzt, kann man den Reibungspunkt umgehen, denn beim Stimmen dreht man den Wirbel nur etwa 180 Grad oder weniger. Das Spiel macht sich nur bemerkbar, wenn man die Saite lockert. Beim Stimmen der Saite auf Spannung ist das Spiel egal. Auch wenn die Reibung also nicht gleichmäßig ist, tritt sie doch immer an derselben Stelle auf und lässt sich dank der Locking-Funktion umgehen. Das Spiel ist zwar nicht optimal, behindert das Stimmen aber nicht, da man die Saite immer erst lockert und dann auf Spannung stimmt. Wichtiger ist mir bei günstigen Mechaniken, dass sie nicht kratzig sind – das würde das präzise Stimmen der Saite definitiv beeinträchtigen. Keine dieser Mechaniken ist kratzig, sie stimmen geschmeidig. Meiner Meinung nach stimmen sie – auch wenn sie nicht wie 100-Dollar-Mechaniken arbeiten, weil sie viel günstiger sind – für preiswerte Mechaniken völlig in Ordnung, denn sie sind nicht kratzig, und obwohl bei 2 der 6 ein wenig Spiel und zusätzliche Reibung auftreten, behindert das die präzise Stimmung nicht wirklich und scheint bei günstigen Mechaniken nur ein häufiges Phänomen zu sein. Da es sich außerdem um Mechaniken mit 18:1-Übersetzung handelt, sind sie präziser als ein Modell mit niedrigerer Übersetzung. Ich habe 4 Sterne statt 5 vergeben, wegen der ungleichmäßigen Reibung und des Spiels bei 2 der 6 Mechaniken. Aber wie oben erwähnt, lässt sich das umgehen, wenn man nicht 100 Dollar für bessere Mechaniken ausgeben möchte. Seien wir ehrlich: Die meisten Leute mit einer 200- oder 300-Dollar-Gitarre werden nicht 100 Dollar für neue Mechaniken ausgeben. Diese erledigen ihren Job, und Locking-Mechaniken sind ein echter Game-Changer.