Ich wollte schon seit langem die DiMarzios aus den 70ern austauschen, die ich damals in meiner Ibanez Artist aus den 70ern installiert hatte (während meiner ersten Begeisterung für Al DiMeolas RTF-Verzerrung – falls ich mich richtig erinnere, hat er die Pickups endorseiert). Ich schätze Al's Spiel noch immer, bin aber längst von diesem stark gesättigten Klang weg und habe ihn durch den "gerade noch aus der Verzerrung heraus"-Sweetspot ersetzt, den viele Spieler heute anstreben. Für besondere Situationen werde ich die DiMarzios in einer Les Paul verwenden. Die Original-Ibanez-Humbucker waren mir zu dumpf (im Nachhinein frage ich mich, ob es Alnico 2 sind oder vergleichbar?). Ich möchte immer noch etwas Biss und mehr Klarheit vom Artist im 335-Style. Diese Alnico-5 sind offen wie die DiMarzios (sie waren cremefarben, diese sind schwarz, damals gab es Dinge, die mir wirklich wichtig waren – heute zählt mehr der Klang). Sofort bemerkte ich die knackigen Cleans, die so blieben, bei Lautstärken, bei denen die DiMarzios anfangen zu crunchen. Ich experimentiere gern mit Pole-Screw-Einstellungen (ich weiß, manche halten das für Quatsch, aber ich höre genau hin). Bei den Einstellungen eher auf der engen Seite, kommt deutlich mehr Gain in den Verstärker. Das Anpassen des Verstärker-Gains bringt mich nahe an den schwer fassbaren Breakup-Punkt. Mein Standard-Ton ist die Halsposition, und ich rolle oft tief den Volume-Regler zurück, ebenso ein bisschen Tone, um einen warmen Jazz-Sound zu erzielen, der sehr gut für leisere Akkord-Backwardings geeignet ist. Wenn ich die Lautstärke aufdrehe, erhalte ich genügend Definition für Sololinien und lautere Akkord-Texturen. Der Steg-Pickup ist ziemlich heiß und hell. Wenn ich ihn benutze, dimme ich gern den Ton, erhöhe die Mitten am Verstärker und bekomme einen schönen Western-Swing- oder Takeoff-Ton. Fazit: Ich werde diese in meiner Ibanez behalten und sehen, ob ich weiterhin begeistert bin.