Fenders Strategie zur Verhinderung von Verletzungen: Was ich weiß
Kürzlich hat Fender in Europa eine kleine chinesische Handelsfirma (nennen wir sie Firma A) verklagt, weil deren E-Gitarren angeblich gegen die Körperform der ST-Gitarren verstießen.
Firma A war offensichtlich nicht in der Lage, sich zu verteidigen, und bereitete sich schnell darauf vor, die Klage fallen zu lassen. Dennoch kontaktierten viele chinesische Gitarrenhersteller, darunter einige große Fabriken, den Eigentümer von Firma A und boten an, die Kosten zu übernehmen und bei der Abwicklung der Klage zu helfen, sogar mit ihrem gesamten Rechtsteam.
Das ist faszinierend. Es zeigt deutlich, dass diese Situation für alle eine Bedrohung darstellt: Wenn Fender leicht gegen Firma A gewinnen kann, wird es skrupellos gegen Firmen B, C... klagen. Mit Hunderten von Fällen, in denen kleine Unternehmen verlieren, kann Fender nachweisen, dass es die Designrechte an den Körpern und Kopfstücken der ST/TL/PB/JB-Gitarren besitzt, und dann gegen große Unternehmen vorgehen, um letztlich der alleinige weltweite Rechteinhaber dieser Designs zu werden.
Warum finanzieren so viele chinesische Gitarrenhersteller eine kleine Gitarrenhandelsfirma A, von der sie kaum etwas wissen? Weil sie erkannt haben, dass der erste Dominostein gefallen ist.
Was wird als Nächstes passieren? Fender hat das getan; werden alle seine Marken nachziehen? Jackson, Charvel, Gretsch, EVH... Wenn Fender damit Erfolg hat, wird Gibson folgen? Wird PRS folgen? Werden andere Marken folgen? Wenn sich das ausbreitet, ist das nicht irgendwie vergleichbar mit dem heutigen Protektionismus im globalen Handel?
Wenn sich eine solche Situation entwickelt, wird Fender nur zwei Optionen haben: 1. Andere Unternehmen daran hindern, die Designrechte an den Körpern und Kopfstücken der ST/TL/PB/JB-Gitarren zu nutzen. 2. Lizenzierung, wobei jede Gitarre eine Lizenzgebühr zahlt, ähnlich einer Steuer.
Fender und Gibson haben einige der klassischsten Gitarren- und Bass-Designs geschaffen, und nach 100 Jahren kopieren fast alle Gitarrenfabriken weltweit diese Designs. Doch dieser Sieg hat nun alle Fabriken und Unternehmen der Branche an einen Scheideweg gestellt. Was den Weg betrifft, so halte ich es für vernünftiger, wenn die gesamte Branche und die Verbraucher über die Entscheidung abstimmen.
Als Bonus eine kleine Frage: Könnte Leo Fenders G&L-Unternehmen auch Urheberrechte an diesen Gitarren-Körpern und Kopfstücken anmelden?
-Musiclily-CEO Jerry Gao
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